Die Dreifachkrise des Wohnens: Alterung, Wohnraummangel, Isolation

Deutschland erlebt drei Entwicklungen gleichzeitig, die meist getrennt diskutiert werden: Die Gesellschaft altert — jede zweite Person ist älter als 45, jede fünfte älter als 66, die Geburtenziffer sank 2024 auf 1,35 Kinder pro Frau. Bezahlbarer Wohnraum wird knapp — mit über einer Million wohnungsloser Menschen und historisch überlasteten jungen Mietern. Und soziale Isolation breitet sich aus, quer durch die Generationen.
Drei Krisen, ein Muster
Sieht man genauer hin, sind es zwei Seiten derselben Struktur: Die Fläche ist da, aber falsch verteilt. Ältere Haushalte binden durch den Remanenzeffekt große Wohnflächen — 68,5 Quadratmeter pro Kopf ab 65, bei Alleinlebenden 83 — während Studierende über die Hälfte ihres Einkommens für 15 Quadratmeter WG-Zimmer zahlen. Und in den zu großen Wohnungen wohnt oft niemand mehr, mit dem man abends reden könnte.
Der strukturelle Ausgleich
Intergenerationelles Wohnen verknüpft die ungenutzte Fläche der einen mit dem Unterstützungs- und Wohnbedarf der anderen: Ein Zimmer gegen faire Miete plus verlässliche Alltagshilfe. Der ältere Haushalt bleibt selbstbestimmt zu Hause und gewinnt Sicherheit und Gesellschaft; die jüngere Person wohnt bezahlbar und gewinnt Zeit fürs Studium oder die Familie; die Stadt gewinnt Wohnraum, ohne zu bauen; das Pflegesystem wird von Aufgaben entlastet, die keine Fachkraft brauchen.
Damit das im Einzelfall trägt, braucht es Struktur statt Zufall: geprüfte Profile, moderierte Erstgespräche, schriftliche Vereinbarungen, Probewohnen — und die klare Grenze zur Pflege. Genau dafür gibt es WohnTandem.
Quellen
- Statistisches Bundesamt: Demografischer Wandel
- Statistisches Bundesamt: Haushalte 65+ haben pro Kopf den meisten Wohnraum
- BAG Wohnungslosenhilfe: Zahl der Wohnungslosen