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Ratgeber · 5 Min. Lesezeit

Wohnungsnot im Studium? Wie du mit Alltagshilfe deine Miete drastisch senkst

Von Noelle Clarke, Projektverantwortliche und Gründerin

Die Zahlen sind brutal: Studierende mit eigenem Haushalt geben im Bundesdurchschnitt über die Hälfte ihres verfügbaren Einkommens für Miete aus. 61 Prozent gelten offiziell als von Wohnkosten überlastet — in der Gesamtbevölkerung sind es 13 Prozent. In Unistädten wie Berlin, München oder Hamburg kosten WG-Zimmer regelmäßig über 500 Euro kalt, während die BAföG-Wohnkostenpauschale bei 360 Euro liegt. Auf ein Zimmer kommen neun bis zehn Bewerbungen.

Die versteckten Kosten des Nebenjobs

Wer 550 Euro Miete mit einem Nebenjob zu 14 Euro die Stunde verdient, arbeitet dafür rund 40 Stunden im Monat — Zeit, die im Studium fehlt und Prüfungen, Abschluss und Berufseinstieg nach hinten schiebt. Ein Wohn-Tandem dreht diese Rechnung um: Statt Geld für hohe Miete zu erarbeiten, leistest du planbare Alltagshilfe — einkaufen, kochen, Zeit — und wohnst dafür deutlich günstiger, oft unter 300 Euro warm.

Was du wirklich „bezahlst"

Bei WohnTandem legst du im Fragebogen selbst fest, was du übernehmen kannst und wie viele Stunden pro Woche realistisch sind — üblich sind vier bis zehn. Die Passung wird berechnet, bevor du jemanden triffst: Du siehst nur Menschen, deren Bedarf zu deinem Angebot passt. Ehrlichkeit zählt mehr als Menge; die Stunden müssen neben Uni oder Ausbildung wirklich stattfinden können.

Kein Risiko-Deal mit Fremden

Anders als bei Kleinanzeigen steht hinter jedem Angebot eine Fachkraft, die die Wohnung besichtigt hat und das Erstgespräch moderiert. Alles wird schriftlich vereinbart — Miete, Stunden, Aufgaben, acht Wochen Probewohnen mit Ausstieg für beide Seiten. Und Pflege ist nie Teil des Deals: Körperpflege, Medikamente und Nachtwachen übernehmen ausschließlich externe Profis.

Sieben Fragen, fünf Minuten: Leg dein Profil an und sieh, wer in Berlin zu dem passt, was du geben kannst.

Quellen

  • BAG Katholische Jugendsozialarbeit: Wohnen als soziale Frage
  • Statistisches Bundesamt: Haushalte 65+ haben pro Kopf den meisten Wohnraum
Bereit? Beantworte sieben kurze Fragen und sieh deine Vorschläge.

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