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Ratgeber · 6 Min. Lesezeit

Vom leeren Zimmer zur lebendigen Gemeinschaft: Wohnraum im Alter nutzen, unabhängig bleiben

Von Noelle Clarke, Projektverantwortliche und Gründerin

Die meisten älteren Menschen wollen genau dort alt werden, wo sie zu Hause sind: in der eigenen Wohnung. 96 Prozent der Menschen ab 65 Jahren leben in Deutschland in Privathaushalten — selbst bei den Hochaltrigen ab 85 sind es noch 84 Prozent. Gleichzeitig wird die Wohnung nach dem Auszug der Kinder oder dem Tod des Partners oft still: Alleinlebende ab 65 bewohnen im Durchschnitt 83 Quadratmeter, gut ein Viertel sogar 100 Quadratmeter und mehr.

Ein Zimmer abgeben heißt nicht, Kontrolle abgeben

Viele zögern beim Gedanken, jemanden einziehen zu lassen — aus Sorge, die Selbstbestimmung zu verlieren. Die Erfahrung zeigt das Gegenteil: Wer ein Zimmer gegen verlässliche Alltagshilfe abgibt, sichert den Verbleib in den eigenen vier Wänden gerade dann, wenn die Kräfte nachlassen. Die schweren Einkäufe trägt jemand anderes, der Garten wird gemeinsam gemacht, das Smartphone erklärt — und nachts ist jemand im Haus, falls etwas passiert.

Gebraucht werden wirkt

Der Deutsche Alterssurvey zeigt: Alltäglicher Austausch und das Gefühl, gebraucht zu werden, steigern das Wohlbefinden im Alter messbar. In einem Wohn-Tandem geben Ältere mindestens so viel, wie sie bekommen — Lebenserfahrung, ein offenes Ohr, manchmal Kinderbetreuung. Das ist keine Betreuung, das ist Nachbarschaft unter einem Dach.

Sicherheit durch Begleitung

Bei WohnTandem bedienen ältere Menschen die Plattform nie allein. Eine Fachkraft aus Pflegedienst oder Sozialstation legt das Profil an, besichtigt die Wohnung, prüft jede Anfrage und moderiert das Erstgespräch — zu dritt, bei Ihnen zu Hause. Erst danach wird irgendetwas vereinbart, und zwar schriftlich, inklusive acht Wochen Probewohnen. Und ein Grundsatz gilt immer: Pflege gehört nie zur vereinbarten Unterstützung — die leisten ausschließlich Fachleute von außerhalb, damit Respekt und Würde gewahrt bleiben.

Wenn Sie Platz haben oder jemanden kennen, der Platz hat: Hinterlassen Sie Ihre Telefonnummer — wir rufen Sie zurück, und eine Fachkraft aus Ihrer Nähe meldet sich.

Quellen

  • Statistisches Bundesamt: Haushalte 65+ haben pro Kopf den meisten Wohnraum
  • Statistisches Bundesamt: In fast jedem dritten Haushalt leben ältere Menschen
  • Deutsches Zentrum für Altersfragen: Einsamkeit in der zweiten Lebenshälfte
Bereit? Beantworte sieben kurze Fragen und sieh deine Vorschläge.

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